Category Archives: TVZ

Vom fröhlichen Hans und dem heiligen Franz: Die Weisheit der Märchen und die Bibel

In der Bibel spiegeln sich Erfahrungen wider, die Menschen im Lauf von Jahrhunderten mit Gott und der Welt gemacht haben. Märchen wiederum berichten von Ereignissen, die in dieser Form vielleicht nie geschehen sind und sich doch ständig neu ereignen. Bibel und Märchen bringen auf narrative Weise existenzielle Wahrheiten und Lebensweisheiten zur Sprache: Es ist die Rede von Liebe und Hass, von Zuversicht und Verrat, von Schuld und Angst, von der Sehnsucht nach Geborgenheit sowie von menschlichen Wünschen und Grenzen. Da geht es um seelische Konflikte und geistige Entwicklungen, aber auch um Beziehungstragödien und jahrhundertealte Menschheitshoffnungen.

Josef Imbach deutet zehn Märchen und zeigt, wie sehr ihre Motivwelten mit der Bibel und den Fragen des Glaubens, denjenigen nach dem Ursprung des Bösen und der Suche nach dem Weg des Heils verwandt sind.

Sounds fantastic doesn’t it!

What Does it Mean to be Evangelical?

Karl Barth offers the best definition. And none of those in America claiming to be Evangelicals meet it. None.

Barth’s “Einführung in die evangelische Theologie: Text und Anmerkungen”

Barth’s little ‘introduction’ annotated.

Die «Einführung in die evangelische Theologie» gehört zu den meistgelesenen Büchern Barths. In der wissenschaftlichen Erforschung seiner Theologie fristet sie dagegen ein Schattendasein. Dem begegnet diese erste ausführlich annotierte Textausgabe. Sie dokumentiert, dass es sich hier um weit mehr handelt als um eine erbauliche, altersmilde Abschiedsvorlesung. In einem umfangreichen Anmerkungsapparat verortet dieser Annotationsband die «Einführung» in den zeitgenössischen Debatten, deckt Bezüge zu anderen Schriften Barths auf, zeigt Gesprächszusammenhänge, Entwicklungen und Spannungen, legt biblische Fundamente frei, erläutert unverständlich gewordene Wendungen und geht Zitaten wie Anspielungen nach. Dies ermöglicht eine kontextuelle und vertiefte Lektüre und vermittelt instruktive Einblicke in Barths Theologie.

Römerbrief und Tageszeitung! Politik in der Theologie Karl Barths

Die Theologie Karl Barths hat aufgrund ihrer politischen und gesellschaftskritischen Ausrichtung eine besondere Bedeutung. Ihre politische Dimension gewann sie gerade dadurch, dass Barth sich auf seine genuin theologische Arbeit konzentrierte. Als ein kritischer Zeitgenosse las er neben der Bibel aber immer auch die Tageszeitung und diese Lektüre liess er in seine theologische Arbeit einfliessen.

Inwieweit lässt sich Barths politisches Denken auf gesellschaftliche Herausforderungen der Gegenwart anwenden? Dieser Band versammelt Beiträge des akademischen Nachwuchses und von Expertinnen und Experten der Barthforschung zu theologischen Grundsatzfragen und aktuellen Themen aus den Bereichen Umwelt-, Friedens- und Sozialethik im europäischen und amerikanischen Kontext.

Mit Beiträgen von Kai-Ole Eberhardt, Margit Ernst-Habib, Marco Hofheinz, Markus Höfner, André Jeromin, Christine Lieberknecht, W. Travis McMaken, Raphaela J. Meyer zu Hörste-Bührer, Björn Schütz und Jan-Philip Tegtmeier.

A collection of symposium papers from discussions about Barth and society and politics is nothing to be sneezed at and the present volume is no exception.   Persons interested in the symposium in question can visit its website here.

Comprised of two major divisions and one minor one, this work, following the editorial introduction, examines the topics of God’s Lordship (even in the realm of politics) with two essays and the topic of the human witness to that Lordship as it is concretely lived out ethically, with seven (including one by, surprise of surprises, an American- W. Travis McMaken.

Contributors address such varied themes as how the coronavirus as Anfechtung might be understood in the light of  Barth’s theology of God’s rule, Barth’s christological anthropology, the future of Barth (or perhaps better, Barthianism),  Barth’s concept of poverty in dialogue, Barth’s theology for a Europe in crisis, and, by McMaken, on Barth and American politics (translated for inclusion in the collection by Marco Hofheinz).

A final contribution ties everything together and leads readers to consider the intersection of theological existence and political existence.

All in all, this is a super collection.  Politics is on everyone’s mind these days, even when they aren’t very politically involved.  Christians, in particular, have had to wrestle with the implications of faith for politics and as recent events have proven beyond any doubt, Christians can be profoundly politically dangerous when authentic faith is divorced from a sound theological foundation and a lived Christian ethic.

McMaken’s essay in particular demonstrates an excellent grasp of the political situation in the United States and Travis does an extremely good job of interjecting Barth’s theology into the mix.  He also does a good job of indicating just how critical it is that ‘freedom’ is best lived out when it’s freedom ‘for’ the other rather than ‘from’ the other.

The best essay, though, in the collection, in my estimation, is that of Jeromin, on coronavirus and Barth’s understanding of God’s lordship.  Summa Summarum– As in all things, for Barth, God rules.

That’s not to assert that the other essays here are not extremely engaging, because they are.  Rather, it’s simply to say that this one was the most interesting, to me.  Others will find others to be their preference.

As in all things Barth, there is an awful lot of interest here.  Barth, regardless of my personal feelings for him as a husband and a father and a man, remains a Himalaya and anyone wishing to do theological work has to climb the summit in order to see the whole picture.  These essays help us engage Barth on the field of politics and for that we must all be grateful, given the importance of politics at the moment.

There are a few photos of Barth included; the binding is lovely; the font is pleasant.  There are no indices, but none are needed as each essay is well titled and documented.

I urge you to read it- whether your chief interest is politics or theology.  Either way, you will learn a great deal indeed.

Die Zürcher Reformation in Europa: Beiträge der Tagung des Instituts für Schweizerische Reformationsgeschichte 6.–8. Februar 2019 in Zürich

This was a brilliant conference.  And this is one conference volume you will very much want to read.

Im Januar 2019 jährte sich zum 500. Mal der Beginn der Zürcher Reformation und damit der Beginn des weltweiten reformierten Protestantismus als Konfessionskultur und als kulturprägende Kraft. Am Jubiläumskongress im Februar trafen sich die führenden Reformationsgeschichtlerinnen und Reformationsgeschichtler aus aller Welt in Zürich. Die Beiträge präsentieren und bündeln den aktuellen Forschungsstand zur Zürcher Reformation und eröffnen neue Perspektiven in historischer, wirkungsgeschichtlicher und theologischer Hinsicht. Das Hauptaugenmerk der Forschenden liegt dabei auf der Rolle der Zürcher Reformation in der europäischen Reformationsbewegung.

Many of the essays will be in English.  It is projected to be out in June.  Be sure to mark your calendars.

Geschichte der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde zum Grossmünster Zürich: 1833–2018

Alle reformierten Kirchgemeinden der Stadt Zürich schlossen sich 2019 zu einer Gemeinde zusammen. Die Kirchgemeinde Grossmünster als autonome Körperschaft wurde damit aufgelöst. Der langjährige Kirchenpflegepräsident Matthias Senn beleuchtet die Geschicke der Gemeinde anhand ausgewählter Themen.

Der Rückblick umfasst knapp 200 Jahre, von der Aufhebung des Grossmünsterstifts und der Wahl der ersten Kirchenpflege für die unabhängige Kirchgemeinde im Mai 1833, des damaligen «Stillstands», bis zur Abschaffung der Grossmünstergemeinde Ende Dezember 2018.

Senn beschreibt die Gemeindestrukturen, die Zusammensetzung und Aufgaben der Kirchenpflege, die Entwicklung von Gottesdienst und Kirchenmusik, aber auch Vorgänge bei der Wahl der Pfarrer und der Pfarrerin sowie das Bemühen um ein lebendiges Gemeindeleben, die Jugendarbeit oder Fragen zu Konfessionalismus und Ökumene.

Das Ergebnis ist ein facettenreiches Bild der Veränderungen des kirchlichen Gemeinwesens in Zürich in seinem sozialen und kulturellen Umfeld.

Geschichte der theologischen Fakultäten der Universität Bern 1834–2001

Wie verlief eine theologische Professorenkarriere an der Universität Bern? Wie erlebten Studierende im 19. und 20. Jahrhundert ihr Theologiestudium? Welche Hindernisse mussten Bernerinnen auf ihrem akademischen Weg ins Pfarramt überwinden und wann gelang ihnen der Sprung auf das Katheder?

Die Geschichte der beiden theologischen Fakultäten der Universität Bern – der evangelisch-reformierten und der christkatholischen – wird anhand der Fakultätsprotokolle und einer Vielzahl weiterer Quellen dargestellt, von der Universitätsgründung 1834 bis zu ihrer Zusammenlegung 2001.

Ein geraffter Rückblick auf die beiden Vorgängerinstitutionen, die Hohe Schule von 1528 und die Akademie von 1805, die Schilderung turbulenter Berufungsverfahren und die im Kulturkampf durchgesetzte Gründung der christkatholischtheologischen Fakultät zeigen, in welchem Ausmass staatliches Handeln auf die akademische Theologie einwirkte. Gebührenden Raum erhalten die Entwicklung der Fakultätsstrukturen und die theologischen Richtungskämpfe.
Mit «Intermezzo» betitelte biografische Texte und thematische Einblicke ergänzen und vertiefen die Darstellung und vermitteln einen lebendigen Einblick in die Welt der akademischen Theologie. Mit ausführlichem Anhang zu Personen, Lehrstühlen und statistischen Aspekten der beiden Fakultäten.

TVZ In The News, Deservedly!

New From TVZ

Josef Imbach
Die Wahrheit der BibelWidersprüche, Wunder und andere Geheimnisse

Gibt es sie, die Wahrheit der Bibel, wenn dieses Buch gleichzeitig voller Widersprüche, Wunder und Geheimnisse ist? Josef Imbach geht dieser Frage nach und fühlt den heiligen Schriften, den biblischen Autoren und der Tradition auf den Zahn. Biblische Texte versteht man erst – dessen ist sich Imbach sicher –, wenn man sich nicht nur über die Absichten der Verfasser, sondern auch über die historischen, religionsgeschichtlichen und kulturellen Voraussetzungen im Klaren ist, die ihnen zugrunde liegen. Prägnant, informativ und stets mit einer Prise Humor.

Reinhold Bernhardt
Klassiker der Religionstheologie im 19. und 20. Jahrhundert
Historische Studien als Impulsgeber für die heutigen Religionen

Wer sich für die gegenwärtige theologische Auseinandersetzung mit ausserchristlichen Religionen interessiert, findet in diesem Band einen Überblick über die grossen klassischen Entwürfe, unter anderem von Schleiermacher, Barth, Tillich und Rahner. Diese sind nicht nur aus historischer Sicht von Bedeutung, sondern weil sie grundsätzlich das Verhältnis von Religion und Religionen reflektieren und so Impulse für die heutige Diskussion geben.

Die Aarauer Konferenz (1897–1939)

Aarau als Brennpunkt neuerer Theologiegeschichte: So kennt man die Hauptstadt des Aargaus gar nicht. Doch fand hier von 1897 bis 1939 im Frühling jeweils die «Christliche Studentenkonferenz» statt, ein Stück frühe, zeitweise sehr erfolgreiche evangelische Akademikerarbeit in der Schweiz. Studierende aller Fächer aus Basel, Bern, Zürich und ab den 1920er Jahren auch aus St. Gallen trafen sich während drei Tagen zu Vorträgen über theologische, philosophische und gesellschaftliche Themen, die anschliessend intensiv und oft kontrovers diskutiert wurden. Angestossen von theologisch «positiven» Kreisen öffnete sich die Konferenz bald für alle kirchlichen Richtungen, sodass sich in den jährlichen Tagungen der Aufbruch der Theologie im frühen 20. Jahrhundert spiegelt.

Wer immer in der deutschsprachigen evangelischen Theologie Rang und Namen hatte, wurde nach Aarau eingeladen: Ernst Troeltsch, Adolf von Harnack oder Paul Tillich. Religiössoziale wie Hermann Kutter oder Leonhard Ragaz, aber auch Carl Gustav Jung und frühe Vertreterinnen der Frauenbewegung wie Dora Staudinger. Und natürlich die Protagonisten der dialektischen Theologie: Karl Barth mit seinem berühmten Aarauer Vortrag «Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke» und Heinrich Barth, Emil Brunner, Eduard Thurneysen oder Friedrich Gogarten. Frank Jehle zeigt anschaulich auf, wie ihre Beiträge Geschichte geschrieben haben.

Frank Jehle has proven himself one of the best historical theologians of our day through his incredibly thorough and eminently readable books.  The book at hand continues that tradition of excellence.

Here Jehle examines the history of the student conference organized by the Christian Young Men’s Association and commencing in 1897.  That year’s conference theme was ‘Can a Christian be a Darwinist?’  And it featured Hermann Christ.  In the following years theological superstars like Ernst Staehelin, Paul Wernle, Johannes Weiss, Ernst Troeltsch, Hermann Kutter, Leonhard Ragaz, appeared.  But it wasn’t simply a matter of men speaking to men.  Women too played a part in the conference.  These included Aline Hoffmann, Dora Staudinger, and others.

In 1916 perhaps the most important of the events took place with the appearance of the newly invented ‘Dialectical Theology’.  Karl Barth preached the sermon that year and soon Heinrich Barth and Emil Brunner appeared.  1920’s gathering was a watershed, with papers read by Adolf von Harnack and Karl Barth.  Gogarten and Thurneysen’s papers were delivered in 1921.

1923 was the beginning of the end for the gathering, which held it’s last meeting in 1939, when it was simply no longer possible for such events to take place.

The volume includes an overview of the conference’s papers and a bibliography as well as an index of persons and an index of images.

Persons interested in the development of dialectical theology and the theological history of the early 20th century will learn a great deal from this volume. It is a pleasure to read and is festooned with interesting photographs which serve to bring the history of the conference to life.  It also is comprised of numerous, copious citations, such that the reader encounters the conference’s participants at first hand, in their own words.

Student conferences such as the one here examined were once upon a time substantive theological events.  How very different they are from today’s rather lame and infotainment oriented Christian youth conferences.  Perhaps what the Church needs is a return to substance and an abandonment of silliness and entertainment.  Substance begets substance.  The ‘Aarauer Konferenze’ was substantial.  As is this book about it.

Two New Books from TVZ

This one.

And this one.

Das Johannesevangelium heute lesen

For your reading pleasure.

#ICYMI- Wortschatz der Hebräischen Bibel

Here, from your friends at TVZ.  Why not use this time of quarantine to juice up your Hebrew vocabulary?

Mit dem Anfang anfangen: Stationen auf Karl Barths theologischem Weg

TVZ has published  Mit dem Anfang anfangen: Stationen auf Karl Barths theologischem Weg

Karl Barths Denken und Handeln folgte der Devise: Es gilt, als Christenmensch immer wieder mit dem Anfang anzufangen. In jeder Zeit ist jeweils neu auszugehen von dem, was Gott uns sagt. So bleiben Theologinnen und Theologen zeitlebens Schülerinnen und Schüler des Wortes Gottes.

Der Barth-Kenner Eberhard Busch zeichnet in diesem Buch anhand ausgewählter Stationen seinen theologischen Weg nach: Von den frühen Predigten (1911) über den aufsehenerregenden «Römerbrief» (1922), die deutlichen Stellungnahmen in der Zeit des Nationalsozialismus, die grundlegenden Themen der «Kirchlichen Dogmatik» bis hin zum Ende seiner Tätigkeit 1967.

Das Buch regt dazu an, genau hinzuhören, was Barth in seiner Zeit gesagt hat und was er uns heute sagen würde. Denn Theologie hat nach Barths Auffassung die Aufgabe, sich einzumischen und die Probleme der Zeit zu benennen. Dabei hat sie nicht zu wiederholen, was die Mehrheit schon meint, sondern hat, wenn nötig, auf eine vergessene Wahrheit zu pochen.

This is the best introduction to the thinking of Barth that has yet been written. Busch begins with the earliest writings of Karl Barth and carefully shows, with ample evidence, the stages along Barth’s theological and intellectual development.

Commencing with an early sermon of Barth, from 1911, on Atheism and Discipleship and moving through the Tambach conference and Barth’s ‘Romans’, Busch helps readers see, and literally trace, the core concepts which Barth would later fully enunciate.  Barth’s critique of Protestantism and his adventures and struggles in the context of the German University system and the German church’s life in the era of Hitler are also stages along the way which – one and all – contribute in one way or another to the mature Barth’s theology.

Barth’s theology and its relationship to Judaism, and the Third Reich, and the friendships Barth maintained after the end of the Second World War are also players on the stage of Barth’s theological development.

But Barth was also influential in and influenced by the Cold War, as well as by the rise of pietistic movements post war.  These influences are manifested in the later volumes of the Church Dogmatics, especially in IV/2, IV/3, and IV/4.

The volume at hand not only exposes readers to a very well documented ‘roadmap’ to Barth’s theological development, it also answers some of the most pressing questions raised about Barth’s theology.

Yes, it answers the question of Barth’s universalism, with a resounding YES.  YES, Karl Barth believed all would be saved.  In no uncertain terms.

… alle Menschen geheiligt sind.  Alle, und nicht nur eine Auswahl.

In Christus sind alle geheiligt.  (S. 216)

It could not be made more clear.

This little book also includes a lot of photographs which come from the author’s own collection.  Some of which I have seen before, but many which I have not.  And I suspect that I am not alone in that.

There are no indices, but the table of contents is full enough and each chapter includes clearly labelled subsection headings.  If you’re interested in finding out some particular this or that, it’s easily done in a few minutes skimming.

Karl Barth is a Himalaya that no one seeking theological truth can avoid crossing.  This little book is the best guide yet to that journey.  Barthians one and all, and theologians in general, should make use of it and by so doing they will come to a much clearer understanding of what Barth thought, how he got there, and how it influenced his work.

Love him or hate him.  Or both.  You owe it to yourself to read this volume.

Die Zürcher Reformation in Europa: Beiträge der Tagung des Instituts für Schweizerische Reformationsgeschichte 6.–8. Februar 2019 in Zürich

Im Januar 2019 jährte sich zum 500. Mal der Beginn der Zürcher Reformation und damit der Beginn des weltweiten reformierten Protestantismus als Konfessionskultur und als kulturprägende Kraft. Am Jubiläumskongress im Februar trafen sich die führenden Reformationsgeschichtlerinnen und Reformationsgeschichtler aus aller Welt in Zürich. Die Beiträge präsentieren und bündeln den aktuellen Forschungsstand zur Zürcher Reformation und eröffnen neue Perspektiven in historischer, wirkungsgeschichtlicher und theologischer Hinsicht. Das Hauptaugenmerk der Forschenden liegt dabei auf der Rolle der Zürcher Reformation in der europäischen Reformationsbewegung.

It was a brilliant conference.  And this volume, filled with the papers there presented, will also be superb.  How do I know?  Because I was there and heard many of them.

Ulrich Zwinglis Spiritualität: Ein Beispiel reformierter Frömmigkeit

Gottes Wort führt nicht auf Abwege und lässt niemanden in der Finsternis umherirren. Es speist den menschlichen Geist, erhellt die menschliche Seele mit allem Heil und allen Gnaden, erfüllt sie mit Gottvertrauen, sodass diese Gott in sich innerlich aufnimmt. Im Worte lebt sie, zum Worte strebt sie. (Zwingli 1522)

Ulrich Zwingli und die reformierte Tradition überhaupt sind spiritueller als ihr Ruf. Samuel Lutz zeigt auf, dass sich Zwinglis Spiritualität nicht im Verborgenen abspielt, sondern in das kirchliche, politische und alltägliche Leben ausstrahlt. Für Zwingli gehören sowohl geistliches und gesellschaftliches Leben als auch Theologie und Spiritualität untrennbar zusammen. Ein Schatz an Zitaten aus Zwinglis Schriften lassen Leserinnen und Leser unmittelbar eintauchen in Zwinglis Gedankenwelt und an seiner Spiritualität teilhaben.

Interested persons can read the front matter, table of contents, and the first chapter here.

The great thing about this little volume is that it explores the importance of spirituality not only in one’s personal life but in one’s Church life and political life and then it turns to investigate the place of spirituality in ‘everyday’ life.

The way many modern Christians compartmentalize their Christianity is problematic, to be charitable.  This contribution to the theological enterprise shows in no uncertain terms how authentic faith has implications for every sphere of life.  And it’s all based firmly in the theological tradition commencing with Huldrych Zwingli.

Zwingli may be best well known for his dispute with Luther over the Supper, or his chaplaincy at the Battle of Kappel, but those who know him best know him as a profoundly gifted Pastor/ Teacher/ Theologian whose main interest was lived faith and who wrote voluminously to that end.

Every page of this book is festooned with citations from Zwingli about whatever issue or topic is being discussed.  Each chapter features a quotation from Zwingli’s Works to begin.

Particularly moving, perhaps because of the present circumstances here in the United States, is the chapter on Spirituality and Political Life.

Der Prophet darf nicht schweigen

wrote Zwingli in his exposition of Matthew.  Prophets, of course, are Pastors.  Or better, Pastors are Prophets.  And they must not be silent.  They may not be silent.  Yet many are.  To the detriment of the Church, society, and their own spirituality.

And equally relevant,

Keine Obrigkeit ist Herrin über die Gewissen der Menschen.

So Zwingli in his magisterial ‘Divine and Human Righteousness’.

This volume, throughout, draws readers to a reconsideration of their own spirituality.  To their own Christianity.  Guided by Zwingli, via the insightful remarks of Lutz, readers have the opportunity to dive deeply into their faith.  And consider it afresh.

This is a lovely, pious, delightful volume.  I recommend it.  Do not miss it.

Wie redet Gott mit uns? Der Begriff «Wort Gottes» bei Augustin, Martin Luther und Karl Barth

Via TVZ.

For the Barthians

Via TVZ

Die Äbtissin, der Söldnerführer und ihre Töchter

Or, more fully, Christine Christ-von Wedel, Die Äbtissin, der Söldnerführer und ihre Töchter: Katharina von Zimmern im politischen Spannungsfeld der Reformationszeit. Unter Mitarbeit von Irene Gysel, Jeanne Pestalozzi und Marlis Stähli

Katharina von Zimmern förderte die Reformation in Zürich beträchtlich, als sie mit 46 Jahren das Fraumünsterstift der Stadt übergab. Kurz darauf heiratete sie den fünf Jahre zuvor in Zürich zum Tod verurteilten Söldnerführer Eberhard von Reischach, mit dem sie noch zwei Kinder hatte. Das ist längst bekannt. Aber es gibt über diese bemerkenswerte Frau und ihre Umgebung noch mehr zu berichten.

Neu gefundene und neu analysierte Quellen ermöglichen einen frischen und ungewohnten Blick auf die «Äbtissin» und die Reformation. Das Buch beleuchtet dabei das Zürcher Soldwesen, die Klosterpolitik der Stadt und Zwinglis Bündnispläne, aber auch die theologische, humanistische und höfische Literatur, die damals im Adel gelesen wurde, sowie das Alltagsleben mit seinen Kämpfen, Freuden und Leiden. Auch taucht eine junge Frau auf, die während Katharinas Äbtissinnenzeit zur Welt kam und deren Sohn behauptete, sie stamme vom Paar Reischach-Zimmern ab.

Christine Christ-von Wedel fügt die vielfältigen Themen der Reformationszeit zu einem farbigen detailreichen Panorama zusammen, das sich um Katharina von Zimmern entfaltet.

Christ-von Wedel here provides readers a very meticulously researched biographical investigation of one of the lesser known but immensely influential women of the early Reformation.  Both the table of contents and the foreword are available to readers at this link in pdf format.  A glance at the TOC provides the outline of the volume and the carefully structured historical reconstruction herein contained.

Concerning the subject: as Irene Gysel remarks in the foreword

Es sollte ein Roman werden. Nachdem das erste Buch über Katharina von Zimmern, herausgegeben 1999 von Barbara Helbling und mir, ausschliesslich historisch gesicherte Angaben enthielt, lag es nahe, die bewegte Lebensgeschichte der letzten Äbtissin des Zürcher Fraumünsters nochmals in etwas freierer Form nachzuerzählen. Schon ihre Kinder und Jugendzeit war abenteuerlich gewesen. Aufgewachsen in einer grossen Familie im Schloss Messkirch mit einer tatkräftigen Mutter und einem überaus begabten Vater, mehrmals vor der Pest in die Burg Wildenstein geflohen, dann durch das Unglück des Vaters aus Messkirch vertrieben, kam Katharina als Flüchtlingskind nach Weesen, wo gleichzeitig, sozusagen im Nachbarhaus, der sechsjährige Ulrich Zwingli bei seinem Oheim, Pfarrer und Dekan, unterrichtet wurde. Mit 18 Jahren wurde sie Äbtissin, nach 28 Jahren im Amt übergab sie die Abtei der Stadt, heiratete und gebar in hohem Alter noch zwei Kinder, bei der Geburt ihrer Tochter Anna war sie 47 Jahre alt. Es gibt zu Katharina von Zimmern erstaunlicherweise ganz wenige Quellen und vor allem kein Bild. Das lässt viel Raum für eine eigene Gestaltung.

To tell the story of von Zimmern and those in her circle, Christ-von Wedel assembles as many primary sources as possible and examines them in incredible detail.  She illustrates her research with numerous photos and images (83 of them to be precise) and provides an extensive list of those primary sources along with a chronology and other informative materials.  The book also features two ribbon bookmarks which I used to mark my place in the volume as I read through it and to mark the endnotes and their location for ease of access.

Von Zimmern was a person of incredible importance in the early years of the Zurich Reformation.  A fact recognized by none less than Zwingli himself, who signed a copy of one of his books (On Divine and Human Righteousness) on its title page for her.  That is, he gave her an autographed copy.  Her life and the lives of those closest to her are the subject of this work.  As the author notes of her work in the last sentence of the text

So sei hier innegehalten und der Versuchung widerstanden, vorwitzig in das Geheimnis von Katharinas Persönlichkeit eindringen zu wollen.

This is biography at its best because it shows magnificently the way that one life is always intertwined with many lives and can never be understood without a grasp of those intertwinings.  I commend this brilliant study to your attention and urge you to read it.  Not only to learn of one of the widely unknown yet immensely important women of the Reformation, but to learn how historical biographies can best be written.

Bullinger’s “Kommentare zu den neutestamentlichen Briefen: Hebräerbrief – Katholische Briefe”

The print edition is available from the publisher and an extracted electronic edition is available here. Click the link and then the ‘downloads’ tab.  Or enjoy the full volume by clicking on the ‘open access‘ tab.

Im Geist der Reformation verstand Heinrich Bullinger Theologie in erster Linie als Auslegung der Heiligen Schrift. Mit diesem Band – dem neunten in der Reihe seiner Theologischen Schriften – wird die Edition seiner Kommentare zu den neutestamentlichen Briefen abgeschlossen. Darin enthalten sind die Auslegungen des Briefs an die Hebräer sowie der Katholischen Briefe.

Die Texte sind anhand der Erstauflage sowie der ersten Gesamtausgabe der Kommentare Bullingers zu den neutestamentlichen Briefen (1537) historisch-kritisch ediert worden. Erschlossen wird die Edition durch eine Einleitung und insgesamt vier Register (Bibelstellen, Quellen, Personen und Orte).

Bullinger’s commentaries on the Catholic Epistles and the Book of Hebrews are to this day helpful guides to understanding the biblical text.

The introductory chapter is an indispensable aid for seeing the commentaries in their proper historical light.  Following that, the volume offers modern scholars a critical edition of Bullinger’s work on Hebrews, First Peter, Second Peter, First John, James, and Second and Third John.  And Jude.

After the presentation of the critically achieved text of these commentaries, the editor of the volume, the amazingly careful and academically gifted Luca Baschera provides readers with a thorough bibliography, a Scripture index, a listing of sources, an index of persons, and an index of places.

Those indices are wonderful tools for the reader of the printed edition of the volume and readers and users of the electronic edition can, naturally, search for terms or places or Scripture passages quite easily by using the search feature of the PDF.

If, for instance, one wishes to know where Zwingli is mentioned, one need simply ‘search’ Zwingli.

Another important feature of this important work is the marginal notes which, as is the case of the other volumes in the series, allows readers to scan the pages quite quickly and follow the main points of the presentation, stopping along the way at those places of personal interest.

The biblical text upon which Bullinger comments is the Latin.  This because these works were intended for the intelligentsia and not the average pew occupying Zuricher.  They were intended to be read by the learned clergy and those clergy were intended to take what they learned in the pages of Bullinger’s works to their own congregants.

Bullinger’s handling of the biblical text is, as hinted at above, remarkably timeless.  Take, for instance, his treatment of the crucially important James 2:14-17-

14 Qua utilitas, fratres mei, si fidem dicat aliquis habere se, facta vero non habeat? Num potest fides salvum facere illum? 15 Quod si frater aut soror nudi fuerint et egentes quotidiano victu, 16 dicat autem aliquis vestrum illis: abite cum pace, calescite et saturamini, non tamen dederitis illis, quae sunt necessaria corpori, quae erit utilitas? 17 Sic et fides, si 10 facta non habuerit, mortua est per se.

Bullinger observes

Refutat nunc validius hypocritas et titulotenus christianos vividis argumentis docens, non satis esse verbis profiteri fidem, nisi et operibus misericordiae et charitatis praestemus eandem. Isti, quod et paulo ante monui, iactabant solam fidem iustificare, se autem credere, ergo et iustos esse, et recte quidem si per fidem intellexissent coelestem, vivam et efficacem per charitatem vim, nunc autem iactabant vanam quandam de deo et religione opinionem, quam nulla sequebatur vitae morumque mutatio. Ea vero non est fides illa, cui scripturae tribuunt iustificationem. Appellatur tamen a Iacobo »fides« idque per mimesim; hypocritae enim de opinione sua ceu fide gloriabantur. Contra hos autem:  »Quae«, inquit, »utilitas, fratres mei, si dicat aliquis se habere fidem, facta vero non habeat?« Hoc est: »Nihil prodest homini, si tantum dicat: ›Credo in Christum‹, interim vero effectis caret fidei.« Efficit autem fides in pectoribus fidelium serenam conscientiam, tranquillum animum, securum minimeque de bonitate dei atque promissis, maxime de remissione peccatorum nihil ambigentem, sed in concussa spe aeternam vitam expectantem. Efficit praeterea, ut rebus studeamus sanctis piisque, abnegemus indies mundanas concupiscentias et desyderia carnalia. Praestat item, ut deum diligamus atque proximos, iis inserviamus officiis pietatis, misericordia ac charitate.

Haec, inquam, sunt facta sive fructus fidei. Iam ergo, qui his destituitur, nullum certe fructum ex eo sentit, quod dicit se  credere. Atque hoc est, quod dicit Iacobus: »Num potest fides salvum facere illum?«, iterum nominans fidem non vividam fidem, sed inanem de religione conceptam opinionem. Iactitat aliquis se habere vel herbam vel radicem, quae ex lacte hausta medeatur febribus. Haec quid, obsecro, prodest febricitanti, si hausta eam vim non habet, quam iste iactabat habere? Ad eundem modum quid proderit homini fidem iactasse et effectibus fidei caruisse? Iactitat aliquis fidem, sed fides iustificat et ad opera charitatis impellit; hic vero iniustus et immisericors est; quid ex his aliud colligas, quam istum fide carere? D[ivus] Iacobus huius rei evidentem producit parabolam: »Si quis«, inquit, »sorori aut fratri, cui vestis desit ac victus quotidianus, dicat blandis verbis: ›Abite cum pace‹ (Got t b e r adt üc h)  ›dominus provideat vobis victum et amictum‹, atque haec loquutus nihil interim eorum dederit, quae vitae necessaria sunt sustentandae, verba quidem bona loquutus est, sed illa nihil prosunt egentibus, qui nihilominus algent et esuriunt.«

Ioannes potius non sermone et lingua, sed in veritate et opere docet christianos diligere. Ad hunc autem modum habet et negotium praesens. Si quis dicat:  »Credo in Christum et habeo fidem evangelicam«, egregiam quidem professionem facit, at si nihilominus impurus est, avarus et immisericors, inutilis est illa professio. Id vero Iacobus sic enunciat: »Sic et fides, si facta non habuerit, mortua est per se«, hoc est sola; id est: inane fidei vocabulum inefficax est. Et mortuus homo speciem habet hominis, vim et opera hominis non habet. Inde autem tracta est metaphora ad fidem vocabulo tantum, non etiam re fidem.  ….

Etc.  For 8 more pages on these 4 verses.  Bullinger wasn’t averse to using a lot of ink and paper.

The print edition also includes, as do other volumes in the series, a cd-rom which is attached to the back inside cover in a plastic sleeve and said cd contains the volume and is ideal for searches of anything for which one would wish to search.  This is a fabulous and ingenious idea.  More publishers of primary source materials should follow the lead of TVZ and include a cd.

Stunningly, Bullinger still speaks today.  I think the reason for that is because his interpretation of Scripture is theologically oriented and the truth of Scripture is mirrored in the truths of Bullinger’s exegesis.

This is a remarkable volume.  Do obtain a copy and add it to your personal collection.  And then read it.  And what you read, share.  The publisher is to be thanked for making it available.  The editor is to be thanked for a stupendous job.