Remembering Martin Niemöller

Zum 35. Todestag von Martin Niemöller (*14. Januar 1892 in Lippstadt; †6. März 1984 in Wiesbaden)

Martin Niemöller wurde am 14. Januar 1892 in Lippstadt geboren. Seit 1933 war er Mitbegründer, führendes Mitglied und kompromissloser Verfechter der Bekennenden Kirche. 1937 wurde er wegen staatsabträglicher Äußerungen und Störung des inneren Friedens verhaftet. 1938 ließ Hitler ihn als seinen persönlichen Gefangenen ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppen. 1941 wurde er in das Konzentrationslager Dachau verlegt. Während seiner Konzentrationslagerhaft genoss Niemöller hohes Ansehen im Ausland und galt als die Symbolfigur des Widerstands gegen Hitler schlechthin. 1945 wurde er kurz vor der Erschießung durch ein SS-Kommando in Südtirol befreit.

Nach Kriegsende war er von 1945 bis 1956 Leiter des Kirchlichen Außenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland und von 1947 bis 1964 Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Außerdem hatte er zahlreiche ökumenische Ämter inne. Niemöller kritisierte scharf die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und die Wiederbewaffnungspolitik der Bundesregierung unter Konrad Adenauer. Der ehemalige U-Boot-Kommandant wandelte sich zum radikalen Pazifisten und Gegner der Atombewaffnung. Niemöller starb am 6. März 1984 in Wiesbaden.

In seiner berühmten Rede „Der Weg ins Freie“ bekannte Niemöller offen, seiner christlichen Verantwortung gegenüber anderen Verfolgten des nationalsozialistischen Regimes wie Juden und Kommunisten vor seiner Haftzeit nicht gerecht geworden zu sein.

This man is a hero.  In every sense of the word.