Luther heute

In diesem Buch werden die Hauptthemen reformatorischer Theologie beleuchtet, die für die evangelische Kirche grundlegend sind, eine starke Wirkungsgeschichte entfaltet haben und bis heute das kirchliche Handeln wie das gesellschaftliche Leben prägen. Dabei sollen die zentralen theologischen Anliegen Martin Luthers einerseits in ihren Grundzügen historisch sorgfältig dargestellt, andererseits in ihrer Bedeutung für Kirche und Gesellschaft heute deutlich gemacht werden. Die einzelnen Beiträge sind für den Vortrag in einer Ringvorlesung der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Tübingen zum Reformationsjubiläum im WS 2016/17 konzipiert worden. Der Band bietet einen konzentrierten Überblick über die wichtigsten Themen reformatorischer Theologie und Lebensgestaltung aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen. Er ist gedacht für alle, die sich für die Relevanz der Reformation für Kirche und Gesellschaft heute interessieren.

Inhaltsübersicht
  • – Christoph Schwöbel: Sola Scriptura – Schriftprinzip und Schriftgebrauch
  • Friedrich Hermanni:Luthers Lehre vom unfreien Willen. Ein Plädoyer
  • Friederike Nüssel: Sola gratia – in einer gnadenlosen Wettbewerbsgesellschaft?
  • Walter Sparn: »Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott«. Solus Christus als Kanon reformatorischen Christentums
  • Eilert Herms:»Der Glaube ist ein schäftig, tätig Ding«. Luthers »Ethik«: sein Bild vom christlichen Leben
  • Ulrich Heckel: »Wasser tut’s freilich nicht« – Taufe und Glaube bei Luther
  • Volker Leppin: Priestertum aller Gläubigen. Amt und Ehrenamt in der lutherischen Kirche
  • Jürgen Kampmann: »Lasset alles ehrbar und ordentlich zugehen« (1 Kor 14,40): Anliegen und Maßstäbe reformatorischer kirchlicher Ordnung
  • Johannes Schilling: Luther, die Musik und der Gottesdienst
  • Reiner Preul: »Du sollst Evangelium predigen« / »nihil nisi Christus praedicandus« – Gesetz und Evangelium in der Predigt
  • Birgit Weyel: »(D)aß ein Mensch den anderen trösten soll«. Überlegungen zu einem Grundanliegen reformatorischer Seelsorge aus heutiger Sicht
  • Albrecht Geck: Der Protestantismus und (seine) Bilder
  • Friedrich Schweitzer: Die Reformation als Bildungsbewegung – nicht nur im schulischen Bereich. Ausgangspunkte, Wirkungsgeschichte, Zukunftsbedeutung
  • Wilfried Härle: »Niemand soll in eigener Sache Richter sein« – Luthers Sicht der Obrigkeit und der demokratische Rechtsstaat
  • Elisabeth Gräb-Schmidt: Gerechtigkeit und Freiheit in den Institutionen am Beispiel von Ehe und Familie
  • Bernd Jochen Hilberath: »Allein die Erfahrung«: Martin Luther – katholischer Theologe und Lehrer der Kirche
  • Thomas Kaufmann: Luthers Christus und die anderen Religionen und Konfessionen

The chief benefit of the present volume is the breadth and scope of the topics treated.  It provides readers nothing less than a ‘handbook on Luther’, giving the interested the most up to date scholarship on aspects of Luther’s thought as diverse as his view of marriage and his view of music.  It lacks any indices of any sort but that fact is understandable given the precise titles provided for the essays.  It also includes several (though not many) very nice illustrations in black and white.

The chief theological concerns of Luther are addressed herein.  Sola Scriptura, baptism, government, and all the rest are found with the incredibly interesting exception of any treatment on the topic of the Lord’s Supper.  Given the importance of that doctrine both in Luther’s day and in our own this is quite astonishing.  Indeed, it is shocking.  One is forced to wonder why this is the case yet one will seek in vain for an explanation in the Preface.

The essays here collected, however, serve quite well to explain concisely  what Luther thought and taught and, more importantly, how those views can lend themselves to interfaith dialogue in our time.  It is a commendable collection which I am happy to commend.