‘Sickness’ is the New Evil

Read this fantastic essay in Diesseits, which begins-

Für den aufgeklärten Geist ist klar: Das Böse gibt es nicht. Nicht, dass wir nicht von Bösem betroffen wären: üblen Krankheiten, übler Nachrede, Gesinnung, üblen Aboverträgen, Naturkatastrophen oder Kriegstreibereien. Aber das sind nicht Folgen eines substantiellen Bösen, das in der Welt als eigene Macht wirksam wird und sich darin formiert. Es sind halt Krankheiten, moralische Defizite, Erziehungsmängel, gierige Managementpraktiken, Folgen der Plattentektonik oder Auswüchse des – wahlweise westlichen oder allgemein despotischen – Imperialismus.

„Krank“ ist das neue Böse

Wo Luther noch allenthalben den Teufel persönlich am Werk sehen konnte, diagnostizieren wir Krankheit. Krank ist das neue Böse. (Während Krankheitsbefunde nach wie vor in maligne und benigne unterteilt werden.) Und das Sprachspiel der Pathologie hat jenes des Bösen abgelöst. Wer etwas Böses sagt oder schreibt, ist krank. Wer rassistisch ist, hat ein krankes Menschenbild. Aboverträge mit Kleingedrucktem sind die Folge eines kranken Kapitalismus. Naturkatastrophen der Selbstschutz des Planeten, gegen das ihn krankmachende Virus Mensch. Kriege die Folge kranken Machtstrebens.

This is fine theology.  (The bold emphasis is mine).  And it’s true – for all intents and purposes people aren’t ‘evil’ anymore, they’re ‘sick’.

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