Zwingli’s ‘Humor und Gesundheit’

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Wahr ist: Zwingli war kein Zwinglianer! Wer anderes behauptet, sitzt einer Zeitungs-Ente auf. Zwinglis Eigenart und sein Humor verschmolzen zu einer besonderen theologischen Legierung von Spott, Lachsalven und Humorfestivals des Glaubens. Zwingli nahm Luther mit seinem polternden Charakter klangmalerisch auf die Schippe: „Trotz, botz, plotz, plitzg, donder, po, pu, pa, plump.“ Episcopi (Bischöfe) wurden zu Apiscopi (Wegschauer). Sein Kanzelhumor war entlarvend. Einem Kollegen, der am Sakrament der letzten Ölung festhielt, liess er ausrichten, „er möchte doch das Öl für den Salat brauchen oder damit salben, wenn er Gliedschmerzen habe. Durch den Glauben werden wir selig, nicht durch das Öl, sonst müssten ja die Ziegenschläuche am seligsten sein, triefen sie doch davon.“ Von seiner Mutter hatte er sein humorvolles Gemüt. Seine Theologie und sein Nachdenken über Gott und die Welt waren mit der spitzen Feder des Humors geschrieben, die erheiterte und erfreute, jedoch auch verärgerte und diffamierte.

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