Judentum und Antisemitismus in Europa

Auf vielfachen Wunsch und auf rege Nachfrage hin sind die Vorträge über Judentum und Antisemitismus in Europa der Ringvorlesung des letzten Sommersemesters am Campus Landau publiziert worden.

Begleitend zur Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht“, die sich mit Luthers Stellung zu den Juden befasst, hatte der Fachbereich 6 (Kultur- und Sozialwissenschaften) am Campus Landau die öffentliche Ringvorlesung „Konflikt ohne Toleranz?“ durchgeführt.

Unter dem Titel „Juden und Antisemitismus in Europa“ ist nun die Sammlung mit elf interdisziplinären Beiträgen auf 360 Seiten im renommierten Verlag Mohr-Siebeck in Tübingen erschienen und an den Buchhandel ausgeliefert worden. Thematisch spannen sie den Bogen von der Antike bis zur Gegenwart, mit einem Schwerpunkt auf der Neuzeit. Auch das Verhältnis des Koran zum Judentum wird thematisiert. Die ausgewiesenen Forscher und Experten aus Judaistik, Religionswissenschaft, Theologie, Geschichte, Germanistik und Soziologie (darunter die Professoren M. Tilly, A.M. Ritter, A. Kohler, V. Leppin, G. Hübinger, T. Brechenmacher) haben sich daran beteiligt.

Wie der Herausgeber, Akademischer Direktor Dr. Ulrich A. Wien, mitteilt, kommen auch regionalgeschichtliche Facetten zum Tragen: Sowohl der Beitrag über das „Entjudungs“-Institut in Eisenach (D. Schuster) als auch über pfälzisch-elsässische Begegnungen sowie ein recht gut dokumentiertes Religionsgespräch zwischen Juden und Multiplikatoren der Reformation (K. Molitor) dokumentieren die neuen Forschungserkenntnisse.

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