Am Anfang war das Wort: Martin Luther und die Reformation in Europa

Martin Treu
Am Anfang war das Wort
Martin Luther und die Reformation in Europa

978-3-8319-0639-01517 veröffentlichte ein Wittenberger Professor 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses. Daraus entstand eine Bewegung, die weder Martin Luther noch irgendein anderer voraussehen konnte: die Reformation. Eine umstürzende Veränderung weit über die Grenzen der Kirche hinaus. In Sachsen zuerst, dann in weiten Teilen Deutschlands und schließlich in ganz Europa veränderten sich Kirche und Kultur, Staat und Gesellschaft. Wie und wo das geschah, erzählt der Autor auf knappem Raum in leicht verständlicher Sprache. Die Verhältnisse in Wittenberg werden ebenso geschil- dert, wie die Entwicklungen im Deutschen Reich. Gleichzeitig werden die Reformationen in der Schweiz und den Niederlanden als Ausgangspunkt der zweiten großen Strömung neben Luther gewürdigt. Schließlich finden sich auch die Veränderungen in der katholischen Kirche, die zu ihrer neuzeitlichen Gestalt führen.

I’ve made my way through this lushly illustrated volume and will post my review on Monday.  For now, let me just say that the volume is a very engaging contribution amidst the flood of Luther volumes presently appearing; not least for the many and very fine illustrations which it contains.  For example, here’s a photo included in the book which shows Luther’s translation of a section of 1 Kings, in his own hand.  If you look carefully, you can see the numerous mark throughs and corrections.

luther_at_1kings22

More after Christmas.

Throw That Blob A Fetus Shower…

The Bee exposes the double standards of the pro-abortionists brilliantly.

Expectant mother Erin Bruford was described as “glowing” as the five-months-pregnant woman enjoyed the company of her friends and family at her fetus shower this Thursday evening, thrown to celebrate the parasitic growth within her womb.

“Ooh, these outfits are so cute!” Bruford exclaimed as she opened yet another gift to help her in her first few months of motherhood, should she not decide to end the baby’s life at any moment.

I’m Going to Be Uncharacteristically Blunt And Say To the Churches Cancelling Worship Christmas Sunday-

If you cancel your services on Christmas, you should go ahead and close down.  You have ceased to be a church.  Oh sure, you can hum and holler and equivocate and excuse all you want.  You can say you’re doing it for ‘the family’.  But the reason you’re really doing it is because you love God too little and human praise (for being ‘brave’ or ‘cool’) too much.  And that means that you are not a Church, but a club or civic group.

Had you any theologians among you, you would know this.

A Summary of the Emil Brunner Tagung of 12 September

RÜCKBLICK DER TAGUNG

Nach den einführenden Grussworten stellte der Brunner Biograph Frank Jehle den Gelehrten anhand von Bildern und pointierten Bemerkungen zu Wegstationen, Gefährten und Werken, dar. Emil Brunner, Sohn eines Primarlehrers und einer Pfarrerstochter, wurde als strebsamer junger Pfarrer von Hermann Kutter und Leonhard Ragaz geprägt. Nach der Katastrophe des 1. Weltkriegs suchte er zuerst mit anderen von der dialektischen Theologie geprägten Theologen, dann eigenständiger den christlichen Glauben gesellschaftsbezogen zu reflektieren und eingängig zu vermitteln.

Brunner trieb Theologie Im Horizont von Philosophie und Naturwissenschaften. Um den Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren predigte er sehr häufig. Er hatte viele Studenten, Freunde und Verehrer. Durch seine Bücher und Reisen wurde der Zürcher weit über Europa hinaus wahrgenommen. Er pflegte Kontakte in der angelsächsischen Welt und Asien und engagierte sich in Bewegungen (Oxford-Gruppenbewegung, ökumenische Bewegung Life & Work, CVJM).

Nach diesen spannenden biographischen Erläuterungen sprach McGrath über Brunner und lieferte ein unheimlich spannendes Referat. Emil Brunner verdiene es, neu gelesen und diskutiert und in Teilen rehabilitiert zu werden.

McGrath nannte sechs Aspekte, mit denen Emil Brunner für heutiges theologisches Denken anregend und wegweisend bleibe. Einer dieser Aspekte war die Auffassung von Wahrheit als Begegnung und somit ein dialogisches Verständnis von Wahrheit. «Indem wir in Beziehung zu Gott treten, entdecken wir, wer wir sind und warum wir Bedeutung haben.» Emil Brunner kam von der Lehre Gottes und der Christologie, auf welche die dialektische Theologie ihren Fokus hatte, zur Anthropologie. Der Systematiker verstand Identität relational: aus der Beziehung mit Gott. Dabei habe er Gedanken von Martin Buber, Ferdinand Ebner und anderen eigenständig weiterentwickelt, sagte McGrath. Dies bestimmte auch sein Verständnis von Wahrheit: Sie ist «nicht ein objektives Statement, sondern etwas, das mich verwandelt und mich ergreift».

Der Gast aus Oxford würdigte die «theologisch informierte Vision der menschlichen Natur», die es Brunner erlaubte, den totalitären Bewegungen der 1930er Jahre entgegenzutreten: Gott sichert den einzigartigen Wert jedes Menschen. Dies ist von grösster Bedeutung angesichts der Wissenschaftsgläubigkeit des neuen Atheismus, der im Menschen nur Atome und soziale Kräfte am Werk sieht.

Auf den Gast aus Oxford folgte der Zürcher Alttestamentler Konrad Schmid. Er schilderte den hürdenreichen Weg Brunners auf den Zürcher Lehrstuhl (Antritt 1924) und die folgende heftige Erbsünde-Kontroverse mit liberalen Alttestamentlern. Der junge Professor kritisierte, dass diese die Bibel als profanes Buch behandelten, und forderte eine alttestamentliche Wissenschaft, «die statt des religiösen Humanismus den christlichen Glauben zur Voraussetzung hat». Laut Schmid traten im Schlagabtausch «zwei Weisen des Umgangs mit der Aufklärung» zu Tage.

Nach der Mittagspause ermöglichten sieben Workshops die Diskussion einiger Texte Brunners. DIese Texte wurden in den Gruppen jeweils auf aktuelle Fragestellungen bezogen und somit im heutigen Fragehorizont besprochen. Ralph Kunz und Walter Dürr kommentierten die zu Papier gebrachten Gesprächsergebnisse. Emil Brunner ist bis heute relevant und es lohnt sich, sich mit ihm zu beschäftigen.

tagung