Daily Archives: 15 Oct 2016

Quote of the Day

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The Hypocrisy of the Far Right, and the Far Left, Stinks to High Heaven

How come the far right knows the ‘go sell what you have and buy a sword’ bit but refuses to know ‘when a stranger comes, welcome him’?  Because it isn’t about fidelity to scripture, it’s about ideology.

How come the far left knows the ‘love your neighbor as yourself’ bit but refuses to know ‘you shall not lie with men as you lie with women’ or ‘before I formed you in the womb, I knew you’?  Because it isn’t about fidelity to scripture, it’s about ideology.

The right and the left are repulsive ideologists and there isn’t a side in the debate that doesn’t have plenty of blood on its hands (NRA/ War/ Abortion).

Stop pretending that your side represents the ‘moral high ground’.  You ideologists wouldn’t know the moral high ground if it bit you in the posterior and none of you have any business calling yourselves Christians.

You’re anything but.

Here’s what Jesus says to all of you: ‘Because you are neither hot nor cold I will vomit you out of my mouth’.  In other words, you make Jesus barf.

 

Advice Luther Gave, and then Never Lived

When it falleth out that two goats meet upon a narrow plank or bridge that is laid over a deep water; how do they behave themselves? neither of them can turn back again, neither can they pass the one by the other, because the bridge is too narrow; if they should thrust one another, then they might both fall into the water and be drowned, nature hath taught them, that the one layeth himself down and permitteth the other to go over him; so that thereby they both remain without hurt. Even so people should rather endure to be trod upon, than to fall into debate and discord one with another. — Martin Luther

As though Luther ever lay down and avoided debate and discord.  As though it were even possible for him to do it.

Der Römerbrief: Rechenschaft eines Reformators

9783525510131V&R have provided a copy of Der Römerbrief: Rechenschaft eines Reformators.

Paulus gilt als Grundlage der Reformation, aber seine reformatorische Auslegung geriet in Misskredit. Die lutherische Tradition betont einseitig die individuelle Funktion des Gesetzes, das in innere Konflikte führt. Dagegen stellt die „New Perspective on Paul“ den sozialen Konflikt zwischen Israel und anderen Völkern und die abgrenzende Funktion des Gesetzes ins Zentrum. Beides, der theologisch gedeutete Moralkonflikt und Sozialkonflikt, ergänzen einander jedoch, wenn man den Römerbrief mithilfe einer Kombination von bildsemantischen, sozialgeschichtlichen und psychologischen Methoden liest. Gerd Theißen und Petra von Gemünden verbinden beide Ansätze in ihrem innovativen Kommentar.  >> Hier finden Sie eine Leseprobe.

The volume’s contents are available in the link immediately above.  When the authors describe their purpose they do it in these terms-

Die These des Buches ist, dass beide, der individuelle Gebotskonflikt und der soziale Identitätskonflikt, untrennbar miteinander verbunden sind. Der Gebotskonflikt lässt erkennen, dass alle Menschen Sünder sind und durchbricht damit alle sozialen Schranken. Er begründet die Universalität der Gnade. Umgekehrt gilt: Wer sich allen Menschen in allen Kulturen öffnet, vertieft den Konflikt mit sich selbst, weil der Mensch in seinem Inneren neben einer Faszination durch das Fremde gleichzeitig einen Widerwillen gegen alles Fremde hat. Fremdheit wirkt zutiefst ambivalent – bis hin zu einer Zerrissenheit zwischen Attraktion und Aggression. Wer von der Wende zwischen der alten Welt und einer neuen Welt für Menschen aus allen Völkern erfasst wird, spürt umso intensiver die innere Spannung zwischen altem und neuem Menschen (p. 18).

It’s quite a straightforward idea and it’s quite thoroughly developed.  The volume isn’t simply the typical exposition of Romans however.  Rather, it is a Reception Historical examination of the letter’s impact on Luther and other Reformers as well as those who have come in their wake.  And it interacts with all of the chief ‘schools’ of Pauline thought including but not limited to NT Wright and John Barclay, just to name a couple of the names readers will recognize.  Naturally the ‘new perspective’ gets a good bit of attention:

Die New Perspective hat die Paulusauslegung der letzten 40 Jahre bestimmt. Sie ist keine Einheit. Aber es gibt einige immer wiederkehrende Grundannahmen, die man in folgenden Thesen zusammenfassen kann:

  1. Das Judentum ist durch die Grundstruktur des Bundesnomismus geprägt, die ihn als eine Gnadenreligion ausweist.
  2. Das Judentum vertritt keine Werkgerechtigkeit. Sofern Paulus das Judentum als werkgerecht darstellt, ist sein Bild von ihm verzerrt.
  3. Das Gesetz war kein Problem, sondern wurde nachträglich zum Problem gemacht, als mit dem christlichen Glauben eine Alternative dazu geschaffen worden war.
  4. Paulus wurde in Damaskus zum Apostel Christi berufen; die Gesetzeskritik
    ist sekundär erst zwei Jahrzehnte später in Konflikten mit seinen Gegnern entstanden.
  5. Zentrales Anliegen ist nicht die Rechtfertigung des individuellen Sünders, sondern die universale Öffnung der Gemeinde für Menschen aus allen Völkern.
  6. Paulus kennt Sünde nur als Gesetzesbruch und nicht als fehlgeleiteten Willen, das Gesetz (in einer nomistischen Fehlhaltung) erfüllen zu wollen.
  7. Sachlich steht in der paulinischen Theologie nicht die juridische Rechtfertigungslehre im Mittelpunkt, sondern das neue Sein in Christus.
  8. Erlösung ist der Einbruch einer neuen Welt. Im Rahmen der Eschatologie einer Verwandlung der Welt findet die Verwandlung des Menschen statt.

And so throughout the volume our authors provide the most meticulous examination of the various approaches to Romans in recent memory.  It is also filled with important hermeneutical insights like this:

Unser Versuch, alte und neue Paulusauslegungen zusammenzuführen,81 stellt Paulus als Reformator des Judentums dar. Er träumt im Römerbrief von einer Erneuerung des Judentums, das sich so verwandelt, dass seine Gemeinden in ihm Platz haben. Erkenntnisse der neuen Forschung werden dabei aufgenommen. Das Judentum ist eine Gnadenreligion. Es ist kein Bruch mit dem Judentum, wenn Paulus das Heil auf Gnade gründet. Jedoch geben wir den ethischen „Werken“ im Judentum einen weit höheren Rang als die alte und neue Paulusauslegung. Die viel kritisierte „Werkgerechtigkeit“ ist u. E. ein religiöser Humanismus, der die Verehrung Gottes an die Erfüllung ethischer Gebote bindet. Von diesem ethischen Monotheismus führt eine Linie zur Aufklärung, die alle religiösen Traditionen mit Hilfe ethischer Kriterien überprüfen wollte. Schon Paulus bindet den Gottesdienst der ersten Christusanhänger an diese Kriterien (12,1 f). Das Judentum bleibt dennoch eine Gnadenreligion. Denn die Erfüllung der Gebote durch den Menschen ist in ihm nicht die Bedingung dafür, dass Gott an seinem Bund festhält, wohl aber die Bedingung dafür, seine irdischen und eschatologischen Gaben zu empfangen.

This work, then, fits better into the category of ‘introduction’ than to ‘commentary’ (which it decidedly is not).  And in the category of ‘introduction’ it best can be described as a psychological introduction to the book of Romans with special attention given to the history of the book’s exposition.

It is quite a work.  It should be consulted by those interested in the Reception History of Romans and by those interested in psychological approaches to biblical texts.

When Zwingli Shows up in Your Office

zwinglilucaThis is what’s liable to happen

Als Doktor Mark Stewart, Professor für Quantenphysik und Projektleiter beim CERN, versehentlich ein bisschen Kaffee auf dem Teilchenbeschleuniger goss, war ihm noch nicht bewusst, dass er eine Lücke im Zeitraum-Kontinuum öffnen und ihm Uldrych Zwingli in Person erscheinen würde.

Es machte „POP!“ und nur der Kopf von Uldrych begrüsste ihn mit „Guete Tag, gnädyger Herr!“, worauf Doktor Stewart auf der Stelle ohnmächtig wurde. Dann materialisierte sich glücklicherweise auch der restliche Körper des Reformators. Der pragmatische Uldrych schüttelte den Professor gut durch. Dieser machte aber keinen Wank und erwachte leider nicht aus seinem Schwächeanfall. Aus diesem Grund beschloss der forsche Prediger, die nähere Umgebung doch alleine zu erkunden. Als er durch die Korridore des Komplexes federnden Schrittes lief, wurde er von Mark Siegenthaler, Security-Verantwortlicher, mit Argusaugen beobachtet. Der Security-Mann kontrollierte die Bewegungen der düsteren Figur und die entsprechende auffällige Kleidung auf seinem Bildschirm und murmelte dann müde: „Wahrscheinlich der Neue aus der Facility-Abteilung“ und schenkte dann dem Reformator keine Beachtung mehr. Herr Zwingli betrat die Zentrale und sah, wie Herr Martullo auf seinem Arbeitsplatz genüsslich eine Wurst verzehrte:

„Wo ist Herr Christoph Froschauer? Ich suche ihn seyt einer Weyle und noch mehr.“

Worauf Herr Martullo antwortete: „Herr Froschauer? Mmmh, ich könnte im Outlook nachschauen. Mal gucken, ob er überhaupt bei uns arbeitet…Ach ja, im 4. Untergeschoss, Flügel H und Raum 14 C. Sie müssen dort lang.“

Herr Zwingli machte eine ernste Miene und sagte dann: „Sie möchten bytten? Hat hier eine Disputation zu beginnen oder möchten Sie mich doch freundlycherweise begleyten?“

Enjoy the rest. It’s great fun.

The SOTS 2017 Winter Meeting Booking Form

The SOTS 2017 Winter Meeting Program

I’m all booked with plane tickets and room.  Looking forward to it very much.

American Injustice

An eastern Montana man has been given a 30-year suspended prison sentence after pleading guilty to raping his 12-year-old daughter last year.

District Judge John McKeon sentenced the man to 60 days in jail for incest, giving him credit for 17 already served, the Glasgow Courier reported. The man also was ordered to complete community-based sex-offender treatment and register as a sex offender.

The rest.  There is no justice for victims in America.

Ecclesia semper reformanda: Renewal and Reform Beyond Polemics

On the occasion of the 500th anniversary of the Reformation, LEST — Leuven Encounters in Systematic Theology — will devote its 11th edition to the complex reality of the renewal and reform of the Churches (Leuven, 11-14 October 2017). Proposals for both historical and systematic-theological papers are now welcomed.

Here are all the details.