Happy 116th Birth-iversary, Joachim Jeremias

jeremiasJoachim Jeremias was born on 20 September, 1900.  He is probably best known for his work on the Parables of Jesus and his book, Jerusalem in the Time of Jesus as well as his ‘Unknown Sayings of Jesus‘.  But he also wrote a very engaging Theology of the New Testament and many other books as well.  But, and I have to say this, his book ‘Abba‘ is one of my favorites along with Hat die Urkirche die Kindertaufe geübt?

If you read German, there’s a really lovely biography of Jeremias over on Wibilex (a brilliant, brilliant resource which you ought to bookmark- it has loads of things).  It notes

Joachim Jeremias gilt als einer der herausragendsten → historisch-kritischen Exegeten des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Werke, z.B. „Jerusalem zur Zeit Jesu“, „Die Gleichnisse Jesu“, „Die Abendmahlsworte Jesu“, „Neutestamentliche Theologie. Teil 1. Die Verkündigung Jesu“, wurden in mehrere europäische und außereuropäische Sprachen übersetzt. Für seine Forschungen erhielt Jeremias zahlreiche nationale und internationale Ehren (Ehrendoktorwürde u.a. der Universitäten St. Andrews / Schottland [1955], Uppsala [1957] und Oxford [1963]; Burkitt-Medaille der Britischen Akademie London für Biblische Studien). Die Bedeutung seiner Arbeiten sprengt dabei nicht nur nationale, sondern auch konfessionelle Grenzen. Die ökumenische Breitenwirkung von Jeremias’ Forschung dauert bis heute an. So nannte Klaus Berger – freilich mit polemischer Zielrichtung – das Jesusbuch von Benedikt XVI. einen „Joachim Jeremias für Katholiken“ (die Tagespost 14.04.2007). Auch Jeremias’ Deutung der Wandlungsworte, das „für viele (vergossen)“ als Semitismus und damit inklusiv („für alle“) zu verstehen (Art.polloi, ThWNT 6, 1959, 536-545:543-545), fand Eingang in die katholische Liturgiereform und in das deutsche Messbuch – eine Entwicklung, die nun allerdings in der katholischen Kirche umstritten ist (Striet).

Vor allem aber für die Judaistik und Jesus-Forschung hat Jeremias Erhebliches geleistet, „auch wenn die kontrastiven Tendenzen in seiner Darstellung des Verhältnisses Jesus – Judentum heute problematisch erscheinen“ (RGG 424) und z.T. erbittert kritisiert wurden (E.P. Sanders). Von dieser Problematik zeugt z.B. Jeremias’ Deutung des Vaterunser als „Urgestein der Überlieferung Jesu“ (passim) (Philonenko, Vaterunser 35-43; Müller). Auch Jeremias’ durchgehend positive Würdigung des von Hermann Strack und Paul Billerbeck zusammengestellten „Kommentars zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch“, dessen Registerbände Jeremias mit herausgab (mit Adolph, K., Rabbinischer Index. Verzeichnis der Schriftgelehrten. Geographisches Register, München 1963), wird heute kaum noch geteilt (Schaller, Wege). Die Entdeckung und Auslegung neuer Quellen sowie die Etablierung neuer Bewertungsparadigmen führen die judaistische und die Jesusforschung weiter und fußen doch in vielerlei Hinsicht auf dem, was Jeremias und andere Forscher seiner Zeit als Grundstein gelegt haben.

Happy birth-iversary, Joachim.

One thought on “Happy 116th Birth-iversary, Joachim Jeremias

  1. Jim Gordon 20/09/2016 at 2:28 pm

    I remember in themid 1970’s reading his New testament Theology vol 1 The Proclamation of Jesus. It was an eye opener, and a fine example of erudition in the service of Scripture.Thanks for the reminder – his Jerusalem in the Time of Jesus was another fine read.

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